Fedora – Installation

Grundsätzliches

In der Linux-Welt ist es heute gängig, die Installation über ein Live-System vorzunehmen. Man lädt sich die gewünschte ISO-Datei vom Server, schreibt sie auf einen USB-Stick und kann den Rechner damit booten. Damit wird dann das neue Betriebssystem gestartet, ohne an der bestehenden Rechnerkonfiguration irgendetwas zu verändern. Man gewinnt sofort einen ersten Eindruck, wie sich das System so „anfühlt“ und ob die verbaute Hardware gut unterstützt wird. Man kann alles ausprobieren und wenn man am Ende entscheidet, dass man doch lieber die Finger davon lässt, bleibt alles beim Alten. Keinerlei Risiko. Von diesem Live-System aus wird letztendlich auch die Installation angestoßen.

ISOs

Wir brauchen also die ISO-Datei von Fedora mit dem KDE-Desktop. Fündig werden wir bei den Fedora-Spins. Das sind Live-Systeme mit einem bestimmten Desktop und einer darauf abgestimmten Softwareauswahl.

fedora-spins

Daneben gibt es dann auch noch die Labs, wo nicht der Desktop im Vordergrund steht, sondern das Einsatzgebiet. Wichtig ist, dass alle Varianten auf den gleichen Pool an Software zurückgreifen. Sie unterscheiden sich eigentlich nur in der Auswahl der vorinstallierten Pakete. Man könnte also auch von einem KDE-Desktop aus mit nur einem Befehl in der Kommandozeile den GNOME-Desktop installieren. Aber das nur nebenbei.

Einen Geheimtipp gebe ich Euch noch. Da seit der Freigabe von Fedora 24 schon einige Zeit vergangen ist haben sich natürlich schon einige Updates angesammelt. Um zu vermeiden, dass Ihr nach der Installation nochmal ein halbes GB an Updates runterladen müsst, empfehle ich Euch, die aktualisierten ISOs nutzen.

fedora-live-respins

Schnappt Euch die ISO mit KDE im Namen. Dort sind die Updates bis zu diesem Tag schon alle enthalten. Ich kann Euch aber versichern, wenn Ihr die Installation durch habt, werden wieder Updates da sein 🙂

Wenn Ihr das ganze unter Windows macht empfehle ich Euch das Programm Rawrite32, um die ISO auf einen ausreichend großen USB-Stick oder eine SD-Karte zu bekommen. Das Tool herunterladen, entpacken und starten. Die soeben heruntergeladene ISO-Datei auswählen und warten bis der Check durch ist. Danach auf den ausgewählten Datenträger schreiben.

rawrite32

Passt aber auf, dass es wirklich der richtige ist, denn Daten die gerade drauf sind, werden damit gelöscht. Das wird eine Weile dauern. Solange könnt ihr Euch ja dieses Video ansehen um noch mehr auf Geschmack zu kommen.

Secure Boot

Falls Ihr ein UEFI-Board habt: Um Probleme bei der Installation zu vermeiden ist es ratsam, Secure Boot in der UEFI-Konfiguration zu deaktivieren. Fedora unterstützt zwar grundsätzlich Secure Boot und ich habe es bei mir auch aktiv aber es führt insbesondere dann zu Problemen, wenn man einen proprietären Treiber unter Linux installiert. Ein beliebtes Beispiel ist der NVIDIA-Treiber für die Grafikkarte.

Platz da!

Um Fedora überhaupt erst auf dem System installieren zu können muss natürlich ein unpartitionierter Bereich auf der Festplatte vorhanden sein. Zumindest ab Windows 7 sollte das auf einfache Art und Weise in der Datenträgerverwaltung möglich sein. Das hier aber noch genau zu erläutern würde zu weit führen, daher verweise ich mal auf eine andere Anleitung. Ihr müsst natürlich nur die Schritte 1 und 2 ausführen, denn die neue Partition wird vom Fedora-Installer angelegt. Etwas zwischen 20 und 30 GiB sollte ausreichen. Und ganz wichtig: Daten sichern! Ich habe schon unzählige Installationen hinter mir und dabei noch nie Daten verloren aber es kann immer passieren, egal wodurch. Ein Betriebssystem kann ja wieder installiert werden aber zumindest die wichtigen Daten sollten (auf einen externen Speicher) gesichert werden. Verstanden? OK 🙂

Es geht los …

Jetzt, da alles vorbereitet ist, kann der Spaß beginnen. USB-Stick/SD-Karte in den Rechner und festlegen, dass davon gebootet werden soll. Wo genau man das macht kann ich leider nicht sagen, weil das je nach Rechner oder Motherboard unterschiedlich sein kann. Bei meinem MSI-UEFI-Board drücke ich während des Startvorgangs einfach F11 und wähle das entsprechende Medium aus. Jetzt sieht man schon den Bootmanager des Live-Systems, wo ihr den ersten Eintrag wählt und Enter drückt um das System zu starten. Nach ein paar Sekunden sollte das System hochgefahren sein und wir landen auf dem wunderschönen, leeren Plasma-Desktop.

Live-Install

Hier könnt Ihr Euch jetzt umsehen aber wenn Ihr schon diese Anleitung lest, gehe ich davon aus, dass Ihr Fedora auch installieren möchtet. Wir halten uns also nicht lange auf sondern klicken auf das Fedora-Icon, wodurch das Menü geöffnet wird und wählen „Install“.

Auf dem ersten Bildschirm wählen wir die Sprache, was normalerweise auch gleich das passende Tastatur-Layout auswählt, wie wir gleich auf der nächsten Seite sehen.

Live-Install-Language

Hier kann man dann in beliebiger Reihenfolge fortfahren. Tastatur und Zeit & Datum, sollten eigentlich auch gleich richtig eingestellt sein. Falls nicht, kann das hier per Klick auf die entsprechenden Symbole erledigt werden. Wie die Einstellung funktioniert, sollte selbsterklärend sein, sodass hier keine Screenshots folgen. Auch der Rechnername im Netzwerk kann so auf Wunsch angepasst werden. Falls Ihr Euch mit einem Wi-Fi-Netzwerk verbinden möchtet, solltet Ihr das über das Tray-Icon auf dem Live-System selbst machen.

Live-Install-Settings

Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Partitionierung und damit vielleicht der schwierigste Teil. Bevor wir den Punkt nicht abgearbeitet haben, kann die Installation nicht beginnen. Legen wir also los:

Live-Install-Devices

Die erste Festplatte ist bereits ausgewählt, was durch einen Haken symbolisiert wird. Möchten wir Partitionen auf anderen Geräten ansprechen, müssen diese hier ebenso ausgewählt werden. Der Punkt „Spezial- & Netzwerkgeräte“ ist eher was für fortgeschrittene Anwendungszwecke. Dann wählen wir die Partitionierungsart. Wenn Ihr Fedora neben Windows installiert, empfehle ich die „Manuelle Konfiguration“. Für den ersten Versuch lassen wir das Thema Verschlüsselung auch erstmal beiseite. Wir klicken jetzt also links oben auf „Fertig“ und landen damit in der manuellen Partitionierung.

live-install-partition-standard

Bevor Ihr irgendetwas macht, solltet Ihr darauf achten, dass Ihr im Dropdown unter „Neue Einhängepunkte …“ Standard auswählt. Das voreingestellte „LVM“ würde ich auch eher als fortgeschritten bezeichnen.

Habt Ihr ein UEFI-Board wo Windows bereits installiert ist, gibt es schon eine „EFI System Partition“. Diese findet Ihr, wenn Ihr den Eintrag „Unbekannt“ aufklappt, dahinter verbergen sich die Partitionen, die bereits von Windows genutzt werden. Die ESP könnt Ihr bedenkenlos in Fedora mitnutzen. Klickt sie an und tippt „/boot/efi“ im rechten Bereich unter „Einhängepunkt“ ein. Alles weitere lasst Ihr wie gehabt. Ein Klick auf den Button „Einstellungen aktualisieren“ übernimmt die Daten. Hier wird dann ein Verzeichnis mit dem Fedora-Bootloader angelegt, neben dem bereits bestehenden für Windows. Ihr dürft diese Partition natürlich nicht formatieren, sonst könnt Ihr Windows hinterher nicht mehr starten. Bei einem BIOS-System entfällt dieser Schritt logischerweise.

live-install-efi-windows

Solltet Ihr wider Erwarten kein Windows installiert haben, müsst Ihr diese Partition manuell anlegen. 100 MB Größe sollten dafür dicke reichen.

live-install-efi-new

Dann legen wir eine Swap-Partition an.

live-install-swap

Wollt Ihr Suspend-To-Disk (auch bekannt als Ruhezustand) nutzen, sollte diese die Größe des verbauten Arbeitsspeichers + 1 GB haben, was bei Arbeitsspeichergrößen von 8 GB und mehr schon nicht unerheblich ist, weil dann schon kaum mehr ausgelagert wird. Ganz auf Swap zu verzichten ist dennoch nicht ratsam. Während unter Windows Swap- und Ruhezustand-Daten in separaten Dateien liegen (swapfile.sys, pagefile.sys und hiberfil.sys) nutzt man unter Linux diese spezielle Partition dafür.

live-install-swap-ready

So, die Swap hätten wir auch, kommen wir nun zur Root-Partition. In diese Partition wird das Fedora System installiert. In meinem Fall lege ich diese mit 15 GiB an, was ich als das Minimum bezeichnen würde, wenn man hinterher ein paar größere Programme installieren möchte. Ihr könnt diese Größe natürlich nach Belieben verändern.

live-install-system

Fehlt uns nur noch eine Home-Partition für die Daten der Benutzer. Streng genommen bräuchten wir diese gar nicht. Dann würde alles normal in der Root-Partition landen. Aber es ist sicherer die Daten in einer eigenen Partition abzulegen, die dann in das Verzeichnis „/home“ eingebunden wird, wo alle Benutzerverzeichnisse liegen.

live-install-home

Jetzt sind wir mit der Partitionierung fertig und sollten ungefähr folgendes Bild vorfinden:

live-install-partition-ready

Nach einem Klick auf „Fertig“ erscheint ein Dialog, wo wir es uns noch einmal überlegen können. Tun wir aber nicht, sondern drücken brav auf „Änderungen übernehmen“ um dem Glück näher zu kommen.

live-install-partition-confirm

Jetzt sind wirklich alle Vorkehrungen getroffen und der Button „Installation starten“ wurde endlich freigeschaltet. Also los!

live-install-start

Während jetzt im Hintergrund schon mal die Installation läuft, müssen noch einige Dinge erledigt werden: Dem Root-Benutzer, das ist der Administrator, fehlt noch ein Kennwort und ein normaler Benutzer ist auch noch nicht angelegt.

live-install-running

Geben wir dem Root doch einfach ein gutes Passwort und klicken auf Fertig.

live-install-root-passwort

Jetzt kommt der eigentliche normale Benutzer. Hier gibt es noch zu beachten, dass Ihr den Haken bei „Diesen Anwender als Administrator festlegen“ setzt. So habt Ihr im Regelfall mit dem Root-Benutzer nichts mehr zu tun und könnt Administrator-Ausgaben mit eurem eigenen Passwort erledigen. Das ist heute gängige Praxis in fast allen Linux-Distributionen.

live-install-user

Damit wären wir fertig mit der Konfiguration. Wenn die Installation im Hintergrund abgeschlossen ist, bleibt uns nur noch auf „Konfiguration abschließen“ zu klicken.

live-install-ready

Nach ein paar Sekunden dürfte auch dass erledigt sein und wir können den Installer beenden.

live-install-end

Jetzt könnt Ihr es doch bestimmt kaum noch erwarten, das frisch installierte Fedora zu starten. Fehlt also nur noch ein Reboot:

live-install-reboot

Das wars erstmal

Damit ist der Teil mit dem Live-System und der Installation abgeschlossen. Ich habe bestimmt noch einiges vergessen. Man denkt ja auch nicht an jede Eventualität. Aber dafür sind die Kommentare da. Wenn etwas unklar ist, einfach fragen und ich ergänze es. Wenn ich irgendwo Mist geschrieben habe und Ihr es besser wisst, lasst es mich auch wissen.

Der nächste Artikel folgt bestimmt. Es gibt nämlich noch so ein paar Dinge anzupassen und zu optimieren. Aber alles der Reihe nach.

Viel Spaß!

Der ungewöhnliche Einstieg

… oder sage ich besser Ausstieg?

Ich erinnere mich gerade daran, dass das erste alternative Betriebssystem auf meinem Rechner bzw. damals noch auf dem gemeinsamen Familienrechner gar nicht das heute von mir so hochgeschätzte Linux war, sondern QNX Neutrino RTOS (oft auch als Kjunix ausgesprochen). Ein richtiges Echtzeitbetriebssystem. Es kam damals als CD-Beilage zum PC Magazin, welches ich hin und wieder am Kiosk kaufte (die c’t entdeckte ich erst später). Das war so um das Jahr 2000 herum, ganz genau weiß ich es leider nicht mehr.

Im zarten Alter von 16 Jahren hatte ich schon die ersten Programmierversuche mit C++ unter Windows hinter mir und war neugierig auf andere Systeme. Von Linux hatte ich bis dahin auch schon gehört aber noch keine Gelegenheit bekommen es auszuprobieren. Da kam mir dieses Angebot wie gerufen, denn es war zumindest schon mal ein UNIX-System. Man konnte es in eine Art virtuelle Festplatte unter Windows 98/ME installieren und musste nicht einmal die Festplatte dafür partitionieren. Dann konnte man es beim Boot auswählen und es lief als alleiniges System. Zumindest wirkte es für mich so, denn was dort technisch passierte weiß ich heute nicht mehr.

Tatsächlich fühlte sich das System auch so ähnlich an, wie ich es heute von den vielen Linux-Distributionen, die ich ausprobiert habe gewohnt bin. Es startete direkt die grafische Oberfläche (Photon GUI, hier gibt es ein paar Impressionen), wo dann auch die üblichen Tools zur Verfügung standen. Datei-Manager, Terminal, Browser, Softwareverwaltung usw. Selbst eine Entwicklungsumgebung war vorinstalliert.

Auf der CD befanden sich auch ein paar der unter Linux bekannten Programme speziell für QNX kompiliert. Unter anderem auch GIMP. Ich glaube, dass ich es damals jedoch nicht zum Laufen bekam. So war denn auch das ganze System eher nutzlos und ich verlor ziemlich schnell das Interesse. Außerdem war meinen Familienmitgliedern auch ein Dorn im Auge, dass auf einmal ein Bootmenü erschien und den Start von Windows verzögerte. Ich weiß, Ihr musstet oft unter meinen Spielereien leiden. Sorry!

Jedenfalls war mein Interesse an alternativen Betriebssystemen dadurch nur noch stärker geworden. Eigentlich hätte ich damals gerne noch BeOS ausprobiert, welches aber auch schon in den letzten Zügen lag. Und ich kam mit meinen begrenzten Möglichkeiten nicht dran. Dann bekam ich zu Weihnachten 2000 das so ersehnte SuSE Linux 7.0 Professional. Damals noch in einer Box mit ein paar CDs und zwei dicken Handbüchern. Die Dokumentation von SuSE galt damals als das Maß der Dinge und trug auch entscheidend dazu bei, dass ich die Philosophie und Funktionsweise von Linux und Unix im allgemeinen verstand. Ich kam damals zu der Überzeugung, dass UNIX/Linux dem allgegenwärtigen Windows schon vom Design her überlegen ist. Und diese Überzeugung hat sich bis heute nicht geändert. Aber leider ist das Gute ja oft der Feind des Besseren.

Meine produktiven Arbeiten habe ich allerdings bis auf weiteres unter Windows erledigt. Insbesondere Grafikdesign und Bildbearbeitung (mit der CorelDraw Graphics Suite) und Notensatz (mit Capella 2000). Denn einen Internetzugang hatte ich erst, als ich im Jahr 2002 meine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung anfing. Und dann eben auch nur auf der Arbeit. Bis ich dann 2006(!) mit dem eigenen Internetzugang fast komplett auf Linux umgestiegen bin und Windows nur noch für Software benutzt habe, für die es damals noch keine ernstzunehmende Alternative gab.

Habt Ihr schon mal ein alternatives Betriebssystem auf eurem PC installiert oder vielleicht mal eines als Live-System von CD/DVD oder USB-Stick ausprobiert? Was hat euch dazu bewogen oder davon abgehalten. Ich höre!

Anmerkungen zu Windows 10

Windows 10 Desktop
Windows 10 Desktop

Version 10 der bekannten Windows-Distribution aus Redmond ist in diesen Tagen in aller Munde. Klar, es ist das langersehnte Update, welches vieles wieder richten soll, was man in den vorherigen 8er Versionen verbockt hatte. Wobei „verbockt“ wiederum auch nicht richtig ist, es kam einfach nicht so gut beim eingefleischten Benutzer an, wie man es sich erhofft hatte. Aber man lernt ja aus Fehlern und so haben wir jetzt Windows 10 vor uns.

Da ich noch eine alte Windows 7 Lizenz herumfliegen hatte, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt, diese installiert um das Update anzustoßen und damit die Lizenz in die 10er umzuwandeln. Warum nicht nehmen, wenn man es sowieso kostenlos bekommt? Dann fix mit dem Media Creation Tool die Windows 10 ISO heruntergeladen, auf einen USB Stick geschrieben und eine komplette Neuinstallation durchgeführt.

Ach ja, vorher hatte ich noch den neuen Produktschlüssel ausgelesen, der sich vom ursprünglichen, nicht mehr gültigen 7er Schlüssel unterscheidet. Man braucht ihn wohl nicht zwingend, da auf dem Lizenzserver schon alle notwendigen Daten gespeichert sind aber sicher ist sicher. Gut, dass ich Windows-versierte Brüder habe, die mir den ganzen Update-Mechanismus erklären konnten. Ich hatte vorher vermieden, mich tiefer in die Materie einzulesen.

Ausprobiert

Mein erster Eindruck nach der Installation: Es sieht ganz hübsch aus. Man hat Anleihen bei anderen Systemen bzw. Desktop-Umgebungen genommen und diese mal mehr, mal weniger gelungen integriert. Gute Sachen zu übernehmen ist immer begrüßenswert. Im Moment ist es auch noch ein wenig inkonsistent, mit der alten Systemsteuerung und den neuen Einstellungen, wo auch manches redundant ist. Aber geben wir den Entwicklern einfach noch etwas Zeit.

Viel diskutiert und kritisiert wurde, dass so viele Daten kontinuierlich erfasst und an Microsoft gesendet werden. Zu einem guten Teil lässt sich das aber abschalten, was ich auch gleich bei der Installation erledigt habe. Schön ist es nicht aber auch kein Einzelfall. Bei iOS und Android wird diese Tatsache viel gelassener genommen. Ich frage mich auch, wie Unternehmen mit diesem Problem umgehen werden. Sehen wir es mal positiv: Ich kann jetzt auch im Hinblick auf die Privatsphäre ein Linux-Desktop-System empfehlen.

Windows 10 wird wohl eher unberührt auf meiner Platte schlummern und höchstens mal zum Zuge kommen, wenn etwas aus Kompatibilitätsgründen gar nicht unter Linux geht. Was glücklicherweise ganz selten vorkommt. Zuletzt war es ein Hersteller-Tool um mein Smartphone wieder auf den Auslieferungszustand zurückzusetzen. Oder dann, wenn ich mal was ausprobieren möchte und ein Verhalten unter Windows im Vergleich zu Linux beobachten möchte. Der neue Browser Edge ist für mich aus Webentwicklersicht auch ganz interessant.

Man könnte meinen, ich würde schon aus ideologischen Gründen kein Windows auf meinem Rechner installieren aber das ist ein Trugschluss. Ja, ich nutze aus Überzeugung ein Open Source Betriebssystem und von denen vorzugsweise etwas mit Linux-Kernel. Aber da ich an der Technik von Betriebssystemen ebenso interessiert bin, wie an Programmiersprachen, probiere ich gerne mal was aus und versuche mich auf dem neusten Stand zu halten. Und wenn ich schon ein Windows auf der Platte habe, darf es auch ruhig die neuste Version sein 🙂