YouTube: Ich bin dabei!

Ihr habt es gemerkt: Ich mache jetzt auch Videos über Linux auf dem Desktop.

Warum auf einmal Videos? Weil ich gemerkt habe, dass es viel einfacher ist, etwas in einem Screencast zu zeigen, als alles haarklein aufzuschreiben und die passenden Screenshots zu machen. Artikel wie die bisherigen wird es natürlich in Zukunft auch weiter geben. Manches kann man eben nicht so gut in Videos verpacken und außerdem sind Videos nicht so einfach durchsuchbar. Terminalbefehle oder Texte lassen sich auch nicht aus Videos kopieren. Ich denke dieses Blog und der linuxrelated-Kanal auf YouTube werden sich prima ergänzen.

Ich stehe noch ganz am Anfang, was die Erstellung und Bearbeitung von Videos betrifft. Daher ist das erste Video, in dem es um den Fedora MediaWriter geht natürlich lange nicht perfekt (das werden die Videos sowieso nie sein). Aber ich lerne dazu und bin dabei einen Workflow zu finden. Dann werden hoffentlich noch einige andere Videos folgen. Aktuell bin ich noch dabei mein Intro zu animieren und nach der passenden Hintergrundmusik zu suchen.

Fedora

Warum gerade Videos zu Fedora? Ich habe YouTube durchsucht und festgestellt, dass es kaum Videos in deutscher Sprache zu Fedora gibt, während Ubuntu allgegenwärtig scheint. Ubuntu ist ein großartiges Betriebssystem, das steht außer Frage. Aber Fedora ist es auch und, wie ich meine, völlig zu unrecht in Deutschland zu wenig bekannt. Daher habe ich im ersten Video auch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Linux-Distros beleuchtet. Was man nicht vergessen darf, ist die Tatsache, dass der Schöpfer des Linux-Kernels, Linus Torvalds selbst, Fedora nutzt. Man befindet sich also in bester Gesellschaft.

Fedora gilt heute immer noch als kompliziert und nicht für den Anfänger geeignet. Aber das ist einfach nicht mehr wahr. Auch wenn Fedora Workstation mit dem GNOME-Desktop als System für Softwareentwickler beworben wird, heißt das noch lange nicht, dass es für andere, normale Dinge nicht geeignet ist. Das besondere Augenmerk auf Softwareentwicklung ist eher etwas, was noch oben drauf kommt. Das wird leider oft missverstanden. Vielleicht helfen die Videos, mal einen anderen Blick auf Fedora zu bekommen.

openSUSE

Und dann noch openSUSE? Ja, openSUSE (damals noch SuSE Linux) ist die Distribution, die mich zu Linux brachte, dank der wirklich hervorragenden Dokumentation in der Box. Außerdem hat sie ihren Ursprung in Deutschland. Aber das wichtigste für mich ist die wirklich gute KDE Plasma-Implementierung. Fedora glänzt, wenn es um GNOME geht, während zu openSUSE für mich persönlich KDE Plasma gehört. Das geht natürlich auch umgekehrt und das Fedora mit KDE auch ganz reizend funktioniert habe ich mit der Artikelserie hier gezeigt. Aber der letzte Schliff fehlt einfach doch oft.

So, und nun schaut Euch mein erstes Video an. Vielleicht auch einfach nur um zu hören, welche Stimme zu den Zeilen gehört, die Ihr jetzt gerade lest 🙂

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal! Egal ob geschrieben oder gefilmt.

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Fedora 25

Fedora 25 ist nach den üblichen Verschiebungen am 22. November erschienen. Endlich! Jemand wie ich wartet aber meist nicht auf die offizielle Freigabe sondern installiert schon mal die Beta-Version um zu schauen ob noch grobe Schnitzer drin sind. Die ist zwar selbstverständlich nicht für den produktiven Einsatz gedacht, man bekommt aber schon mal einen Einblick in die Neuerungen, die einen erwarten.

Nachdem ich bei Fedora 24 eigentlich hauptsächlich den KDE Plasma-Desktop genutzt habe, ist bei dieser Version wieder GNOME, der Standard-Desktop der Fedora Workstation dran. Da ich Fedora 24 mit GNOME schon testweise in einer separaten Partition installiert hatte, habe ich hier einfach mal das Upgrade gestartet und auf eine Neuinstallation verzichtet, wie ich es sonst meist mache. Dank der guten Anleitung im Fedora Magazine lief die Prozedur auch wie am Schnürchen.

Ich hatte es an anderer Stelle schon erwähnt: Während Fedora mit den alternativen Desktops je nach Engagement der Maintainer sehr gut funktioniert, hat man doch nur beim GNOME-Desktop wirklich das Gefühl ein komplett rundes Gesamtpaket zu bekommen. KDE-Plasma bspw. wirkt wie ein Aufsatz auf das Betriebssystem, während Fedora Workstation mit GNOME einfach das Betriebssystem ist, so gut ist spielt alles zusammen. Wirklich verwunderlich ist das natürlich nicht, schließlich wird die Entwicklung des GNOME-Desktops auch von Red Hat gesponsert. Wenn man also Fedora Workstation testet und bewertet, bewertet man damit immer auch den GNOME-Desktop.

Alles in allem bin ich mit der neuen Version sehr zufrieden. Ein solides Update, das jedem empfohlen werden kann, der eine ältere Version einsetzt. Es sagt sich immer sehr leicht, wenn vieles neuer und moderner ist aber Fedora 25 ist vermutlich wirklich das beste Release bisher. Und ich bin von Anfang an dabei! 25 klingt ja auch irgendwie nach Jubiläum, das muss einfach gut sein. Ein paar Tweaks hier und da, ähnlich wie ich es schon für den KDE Plasma Desktop beschrieben hatte und es wird perfekt.

Also stellt Euch darauf ein, dass in der nächsten Zeit ein paar Artikel rund um Fedora Workstation und GNOME hier auftauchen. Ich kann nur empfehlen, Fedora zumindest mal in einer VM auszuprobieren. Ihr werdet begeistert sein, von einem Desktop, der funktional und schön ist, ohne dabei aufdringlich zu sein. Er tritt einfach zur Seite und lässt Euch arbeiten ist aber da, wenn man ihn braucht, wenn Ihr versteht, was ich meine. 😉