Nachsorge – Teil 1

Updates

updates

Als erstes gilt es, noch fehlende Updates zu installieren um das System auch sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Vermutlich ist Euch schon ein kleines Popup in der rechten unteren Ecke über dem Tray aufgefallen, welches Euch die bereitstehenden Updates ankündigt. Um diese einzuspielen klickt ihr einfach auf das dazugehörende Icon (im Screenshot mit dem blauen Balken) und wählt „Install updates“.

Ihr könnt natürlich auch Updates machen, wenn das Icon nicht zu sehen ist. Der beste Weg dafür ist eigentlich das Terminal (heißt „Konsole“ bei KDE), denn da sieht man auch direkt was dabei passiert. Das Update wird angestoßen, indem Ihr folgenden Befehl ausführt:

sudo dnf update

Wichtig: Die darauffolgende Abfrage benötigt das Passwort des aktuellen Benutzers.

sudo

sudo

Kleiner Exkurs: Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Option „Diesen Anwender als Administrator festlegen“ während der Installation. Damit haben wir den neu angelegten Benutzer in die Gruppe der Administratoren aufgenommen. Wir können beliebige andere Benutzer in diese Gruppe aufnehmen und jeder könnte sich mit seinem eigenen Kennwort für die Administrationsaufgaben authentifizieren und müsste das Root-Kennwort nicht kennen, welches, wie schon gesagt, nur noch in seltenen Fällen benötigt wird. sudo steht übrigens für „superuser do“, also „Führe als Administrator aus“.

Warum denn überhaupt noch ein Kennwort, wenn man doch zu den Administratoren gehört? Na, was kann passieren, wenn der Rechner mal unbeobachtet ist und dummerweise gerade nicht gesperrt ist? Eben! Weil man die Freiheit hat, könnte man aber tatsächlich die Passwort-Abfrage deaktivieren, wovon ich jedoch mit Nachdruck abraten würde. Als kleine Erleichterung merkt sich das Terminal für eine bestimmte Zeit, dass man sich bereits als Administrator ausgewiesen hat, sodass für nachfolgende Befehle mit sudo kein Passwort benötigt wird. Schließt man das Terminalfenster vor Ablauf dieser Zeit, ist die Authentifizierung natürlich auch abgelaufen. In einem neuen Fenster geht alles wieder von vorne los. Auch in grafischen Administrationswerkzeugen wird meistens das eigene Kennwort benötigt.

dnf

DNF ist das Paketmanagement bei Fedora und der Nachfolger von YUM. Warum man nicht einfach den Namen YUM beibehalten hat erschließt sich mir bis heute nicht. DNF ist schneller, ressourcensparender und löst Paketabhängigkeiten besser auf. Aber der Name ist einfach sperriger als YUM. Aber sei’s drum, wichtig ist was drin ist und nicht was draufsteht, gell?

Ein Paketmanager ermöglicht das Installieren, Aktualisieren und Deinstallieren von Softwarepaketen unter Berücksichtigung der Abhängigkeiten. KDE Plasma selbst ist beispielsweise in viele kleinere Pakete aufgeteilt und benötigt zum Betrieb seinerseits bestimmte Systemkomponenten, die bei einem GNOME-Desktop nicht installiert werden. Alle diese Probleme und einiges mehr löst der Paketmanager DNF. Für weitere Informationen gibt es die gute und umfangreiche Dokumentation oder Wikipedia.

update

Und was es mit dem dritten Wort „update“ im Befehl auf sich hat brauche ich wohl nicht zu erklären, denn die Prozedur habt Ihr ja soeben durch. Es wird einfach für alle installierten Pakete, ob System oder Anwendersoftware überprüft ob es Aktualisierungen gibt, die dann installiert werden.

Sprachenunterstützung

Kommen wir nun zum nächsten Fall, wo wir DNF benötigen: Das Nachinstallieren der deutschen Sprachpakete für dem Desktop und die Applikationen (Ich hatte schon einen Artikel dazu geschrieben, wie man das grafische Werkzeug dafür nutzt). Um die ISO nicht ganz groß werden zu lassen befindet sich im Live-System nur eine ganz rudimentäre Unterstützung der deutschen Sprache. Die restlichen Sprachpakete kann man mit einem einzigen Befehl hinzufügen:

sudo dnf langinstall de

langinstall_de

Unter anderem werden damit auch die deutschen Manual-Pages installiert, mit denen man sich Hilfen zu Befehlen anzeigen lassen kann. Das ist sehr nützlich, wenn man häufiger mit dem Terminal zu tun hat.

Weiter demnächst in Teil 2. Bis dahin: viel Erfolg!

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