Probleme mit Infinality

Leider muss ich wieder etwas zurückrudern. Im letzten Beitrag hatte ich noch wärmstens Infinality empfohlen. Jetzt habe ich aber leider festgestellt, das ich damit auf einmal nicht mehr aus Okular, dem PDF-Viewer von KDE drucken kann. Es kommt nur ein leeres Blatt raus und auch der Druck in PDF funktioniert nicht. Irgendwo schlummert da wohl noch ein Bug.

Solange benutze ich wieder freetype-freeworld. Damit sieht das Schriftbild nicht ganz so schön aus, wie mit Infinality aber natürlich deutlich besser als die Standardeinstellung.

Nur, damit Ihr Bescheid wisst.

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Schriftdarstellung bei Fedora optimieren (alternativ)

Schriftdarstellung mal wieder …

Ich hatte bereits einen Beitrag verfasst, in dem es um die Schriftdarstellung bei Fedora geht. Dort primär bezogen auf den GNOME-Desktop. Diese Anleitung funktioniert prinzipiell auch für KDE/Qt-Programme. Man braucht nur den letzten Schritt, die Einstellungen im GNOME Optimierungswerkzeug, nicht mehr zu machen.

Infinality

In diesem Beitrag möchte ich eine andere Methode beschreiben. Hierbei wird eine andere Programm-Bibliothek bzw. ein anderer Algorithmus genutzt, bekannt oder sogar berühmt unter dem Namen infinality. Der Schöpfer dieses Algorithmus betrieb früher sein eigenes Repository. Leider entwickelt er nicht mehr im Projekt und stellt keine Dateien mehr für Fedora 21 und 22 bereit, sodass die Sache etwas komplizierter geworden ist. Es gibt mittlerweile verschiedene Anbieter, die Weiterentwicklungen anbieten. Ich beschäftige mich gerade damit, den besten Weg herauszufinden, damit möchte ich Euch aber nicht belasten, sondern nur einen einfachen Weg vorstellen, an die verbesserte Schriftdarstellung zu kommen.

Um das gewünschte Repository einzubinden muss eine repo-Datei heruntergeladen werden und im Verzeichnis /etc/yum.repos.d/ gespeichert werden. Das passiert am einfachsten mit folgenden Befehlen:

cd /etc/yum.repos.d
sudo wget http://download.opensuse.org/repositories/home:/fastrizwaan/Fedora_22/home:fastrizwaan.repo

Der URL wird wahrscheinlich umgebrochen dargestellt werden. Selbstverständlich gehört er in eine Zeile. Danach müssen die Repository-Daten aktualisiert werden. Das geht am einfachsten mit:

sudo dnf update

Und schließlich können die Pakete, die zur Verbesserung der Schriftdarstellung benötigt werden installiert werden:

sudo dnf install freetype-infinality-ultimate fontconfig-infinality-ultimate

Nach einem erneuten Einloggen kann man sich an der verbesserten Schriftdarstellung erfreuen.

Oxygen

Wo wir gerade beim Thema sind: Vielleicht habt Ihr es an meinen Screenshots schon gemerkt. Ich verwende nicht die Schriftart, die als Standard bei Fedora eingestellt ist, sondern den Oxygen-Font, der speziell für die KDE Applikationen entwickelt wurde. Dieser macht das Aussehen noch einmal deutlich angenehmer. Der Font ist bereits installiert. Einfach nur umstellen. Hier mal meine aktuellen Einstellungen:

Font-Einstellungen
Schriftarten konfigurieren

Zu dem ganzen Thema muss man natürlich immer sagen, dass es letztendlich in vielen Bereichen Geschmacksache ist. Und das betrifft sowohl das Subpixel-Hinting mittels infinality, als auch die verwendete Schriftart. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn Euch dieser Beitrag weiterhilft.

Fedora 22 KDE: Deutsche Sprachpakete installieren

KDE Plasma Desktop mit Applikationen
KDE Plasma Desktop mit Applikationen

Ich stecke in einem kleinen Dilemma könnte man sagen: Einerseits bin ich durch und durch Fedora-Fan und andererseits nutze ich gerne KDE. Das Problem ist, dass KDE Plasma nun gerade nicht der Standard-Desktop bei Fedora ist. Daraus ergibt sich fast zwangsläufig die Tatsache, das Plasma weniger Ressourcen in Entwicklung und Integration zugeteilt werden als dem Standard-Desktop GNOME. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass bei Red Hat weniger bezahlte Entwickler an KDE arbeiten als an GNOME. Die Community regelt das ganze dann auf ihre Weise und daher kommt es, dass die KDE Plasma Integration bei Fedora deutlich besser ist als ihr Ruf. Und genau das habe ich gestern gemerkt.

Nachdem ich eine zeitlang primär den GNOME Desktop genutzt habe, habe ich mir gestern Fedora 22 in der KDE Plasma Variante installiert. In den ersten Wochen nach der Veröffentlichung lief der Plasma-Desktop bei Fedora nicht wirklich gut aber jetzt, ein paar Bugfix-Updates später ist daraus schon was ordentliches geworden. Also wichtig: direkt nach der Installation das ganze System updaten, bevor man überhaupt anfängt, sich ein Urteil zu bilden.

Auf Deutsch, bitte!

Als nächstes fällt auf, dass man es mit einem halb englischen System zu tun hat, obwohl man Deutsch als Sprache bei der Installation ausgewählt hatte. Diese Sprache ist auch eingestellt, nur leider fehlen die deutschen Sprachpakete für den Desktop und die KDE-Anwendungen auf der Live-CD. Das ist aber nicht wirklich ein Problem, denn die Sprachpakete können ganz einfach nachinstalliert werden, ohne sie mühsam einzeln zusammensuchen zu müssen:

Öffnet das Menü, tippt „Sprache“ und drückt Enter. Es kommt die Abfrage Eures Kennwortes und schon startet die Sprachauswahl. Sprachauswahl

Wenn Ihr etwas runterscrollt, werdet Ihr feststellen, dass Deutsch schon ausgewählt ist. Daher klickt Ihr einfach auf OK. Das folgende Fenster könnt Ihr mit „Fortsetzen bestätigen. Fehlende Pakete

Möglicherweise kommt die Abfrage noch einmal. Warum, weiß ich auch nicht. Jetzt werden die Pakete runtergeladen und installiert. Nichts spektakuläres. Ich zeige Euch trotzdem mal einen Screenshot mit einem üblen Grafik-Bug. Da müsst Ihr nochmal ran, Jungs! 🙂 Pakete herunterladen

Und wenn das hier kommt, habt Ihr es geschafft. Erfolgreich fertiggestellt

Jetzt noch einmal neu einloggen und schon habt Ihr den Plasma-Desktop und alle Anwendungen auf Deutsch.

So, das wars erstmal. Weitere Beiträge mit Tipps werden folgen. Vor kurzem gab es einen Beitrag zur Schriftdarstellung bei Fedora. Das Vorgehen bei KDE ist ein wenig anders, vielleicht gehe ich im nächsten Beitrag nochmal darauf ein. Vielleicht habt Ihr aber auch Fragen und Anregungen für weitere Beiträge. Immer her damit! 🙂

Update: Ich bekam den Hinweis, dass man die Sprachpakete auch ganz einfach über einen Konsolenbefehl installieren kann:

sudo dnf langinstall de

Mehr dazu im Fedora-Wiki. Ich sag’s ja immer, mit der Konsole kommt man schneller zum Ziel. Vielen Dank  an den Tippgeber Lukas Bartl!