Zeit für einen Wechsel

Ich hatte auf Google+ ja schon ein paar mal im Nebensatz erwähnt, dass ich demnächst meinen Job wechsle. Nach über 6 Jahren als SAP/eCommerce-Softwareentwickler geht es jetzt in den Bereich RFID. Natürlich weiterhin als Softwareentwickler und weiterhin in der HARTING Technologie-Gruppe. Genau genommen ist es aber eine andere Firma.

Das eBusiness-Team mit dem ich bis jetzt gearbeitet habe, gibt es in der Form auch nur ein bisschen länger als ich jetzt dabei bin. Von den vier Team-Mitgliedern sind drei ungefähr zur gleichen Zeit zu HARTING gekommen. Die Kollegen sind selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben und die Atmosphäre ist super. Das ist nicht der Grund für meinen Wechsel und wäre wirklich ein schlechtes Argument. Falls sich also jemand von Euch mit Produktkonfiguration im SAP-Umfeld auskennt, ein bisschen was von Java versteht und möglicherweise sogar Erfahrung mit Hybris hat, ist er herzlich eingeladen, den freigewordenen Platz zu besetzen 😉

Am ersten Oktober geht es dann los mit den neuen Kollegen, wobei wir uns z. T. noch von früher kennen. Witzigerweise ist der Chef des neuen Teams wiederum mein alter Chef. Er hatte mich damals eingestellt und wurde dann später abgezogen um das RFID-Team aufzubauen. Man trifft sich eben immer zweimal im Leben.

Das ist ja schön für dich, mögt Ihr jetzt denken, aber was hat das jetzt in einem Blog mit dem Namen „linuxrelated“ zu suchen? Tja, in der Beitragsüberschrift steht ja was von Wechsel: Bislang habe ich mit Windows 7 gearbeitet, demnächst darf ich meine Eclipse-Entwicklungsumgebung dann auf einem Debian-Linux-System starten. Linux auf dem Desktop in der Firma! Da wird so ziemlich ein Traum wahr.

Und nun wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende. Dann noch zwei Arbeitstage bis das neue Abenteuer beginnt. Ich freu mich drauf!

KDE Plasma Desktop

„Sowieso“-Edition

Bei den großen Distributionen wie openSUSE, Fedora, Mageia, Debian, Ubuntu, Arch… (Ihr kennt sie alle) kann ich es total verstehen: Zu einem mehr oder minder soliden Basissystem werden unterschiedliche Desktop-Umgebungen angeboten. Vielleicht wird das eine oder andere System als Standard gekennzeichnet aber meist funktionieren die Optionen ähnlich gut.

Ich nutze z. B. schon seit längerem Fedora 20 mit der KDE Plasma Shell, was auch insgesamt (kleine Ecken und Kanten gibt es immer) sehr gut funktioniert. Und das, obwohl eigentlich GNOME 3 der Standard-Desktop ist.

Und warum ist das so? Weil ein großes Team dahinter sitzt, welches dafür sorgt, dass die Desktops so gut wie möglich in das Konzept der Distribution integriert werden. Firefox, LibreOffice und GTK-Programme bekommen über Styles den KDE-Look verpasst und selbst für distributionsspezifische Einstellungen gibt es oft sowohl ein GTK-, als auch ein Qt-Frontend.

Soweit so gut. Warum muss aber die kleine Distro X, als Ein- oder Zwei-Personen-Projekt neben seiner GNOME-Edition noch unbedingt eine KDE-Edition anbieten? Will man es auf Biegen und Brechen jedem recht machen? Mir persönlich sind da schon die Distributions-Entwickler lieber, die sich auf eine spezielle Nutzererfahrung (klingt bescheuert auf deutsch) beschränken und diese versuchen zu perfektionieren.

Jemand will aber unbedingt KDE? Na und? Dann soll er doch eine andere Distribution wählen. Es ist ja nicht so, dass es keine Auswahl gäbe.

  • Chakra z. B. ist eine wunderbare auf KDE beschränkte Distribution. Man hat hier als Basis Arch-Linux gewählt und versucht, diese Basis optimal mit KDE zu verzahnen. Zugegeben, Arch-Linux ist vielleicht eher für fortgeschrittene Nutzer aber man hat hier schon vieles vereinfacht.
  • Elementary OS, eine im wahrsten Sinne des Wortes „schöne“ Distribution nutzt die selbst entwickelte Umgebung Pantheon. Hier wirkt wirklich alles wie aus einem Guss. Der Fokus liegt auf einem schönen, minimalistischen Design.
  • Bei Netrunner geht es den Entwicklern gerade um die KDE-Desktop-Umgebung und man bietet hier wiederum zwei unterschiedliche Basis-Systeme an (Arch und Debian).

Sicherlich gibt es noch andere Beispiele, die man nennen könnte aber ich denke, gerade das brauchen wir: Fokus auf den Desktop. Nicht nicht noch eine Distribution, die versucht, es jedem Recht zu machen und alle Geschmäcker zu bedienen. Das wird nicht gutgehen, solange man nicht die entsprechende Manpower hat

Habt Ihr noch Tipps für gut abgerundete „kleine“ Distributionen? Lasst es mich wissen!

Bild: „KDE Plasma2 TP“ von KDE – http://dot.kde.org/2013/12/20/plasma-2-technology-preview [1]. Lizenziert unter GNU General Public License über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:KDE_Plasma2_TP.png#mediaviewer/File:KDE_Plasma2_TP.png